Lern- und Arbeitsaufgaben

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Lern- und Arbeitsaufgaben stellen ein didaktisches Konzept dar, das auf eine arbeitsprozessbezogene berufliche Bildung abzielt. Sie stehen für ein projektförmiges, prozess- und aufgabenorientiertes Lernen an problemhaltigen Situationen der beruflichen Realität. In der Regel werden sie aus betrieblichen Arbeitsaufgaben bzw. Arbeitsaufträgen gewonnen.

Die Bezeichnung Lern- und Arbeitsaufgaben signalisiert, dass Lernen und Arbeiten verknüpft und systematisch aufeinander bezogen sind. Mit der Rückverlagerung des Lernens in den Arbeitsprozess betonen Lern- und Arbeitsaufgaben zugleich den Zusammenhang zwischen Berufsbildung und Arbeitswelt: Das Bildungs- und Qualifizierungspotenzial der Arbeitswirklichkeit wird für berufliches Lernen genutzt, Ausbildungsinhalte aus Betrieb und Berufsschule sind unmittelbar aufeinander bezogen.

Lern- und Arbeitsaufgaben bestehen aus einem arbeitsprozessorientierten Projekt mit den Phasen der Auftragsannahme, -planung, -durchführung und des Auftragsabschlusses. Um diese Phasen herum gruppieren sich verschiedene Phasen der Fach- (FK), Methoden- (MK) und Sozialkompetenzförderung (SK). Eingebettet wird eine Lern- und Arbeitsaufgabe durch einen Einstieg und eine abschließende Bilanz.
 
Ein besonderes Potenzial des Kompetenzwerkst@tt-Ansatzes besteht darin, im Rahmen der Lern- und Arbeitsaufgaben eine gestaltbare und damit „passgenaue" Lernsoftware einzusetzen.
 
Im Idealfall bilden Schule, Betriebe und Software gemeinsam einen Ressourcenpool, auf den je nach Voraussetzungen und Bedarf zurückgegriffen werden kann. Grundsätzlich ergeben sich drei verschiedene Umsetzungskonstellationen:
  1. die rein schulische Umsetzung, bei der die Lernsoftware durch den Infopool das Lernen ergänzen und über die Darstellung des Arbeitsprozesses den Bezug zur betrieblichen Realität herstellen kann;

  2. die ausschließlich betriebliche Qualifizierung, die die Software insbesondere durch ihre arbeitsprozessorientierte Struktur und die flexible Materialsammlung unterstützt;

  3. im Idealfall die kooperative Umsetzung zwischen Schule und Betrieb, für die die Lernsoftware durch ihre Arbeitsprozessorientierung eine gemeinsame Basis und zahlreiche inhaltliche Anknüpfungspunkte bietet.