Für eine Lernsoftware, die berufliches Lernen in Betrieben, Berufsschulen und überbetrieblichen Ausbildungsstätten unterstützen kann, stellen sich bestimmte Anforderungen:
- Um ein situiertes Lernen zu ermöglichen, sollte die Lernsoftware die relevanten Aspekte des jeweiligen Arbeitsprozesses beinhalten und typische Arbeitsprozessabläufe (multi)medial nachbilden.
- Wegen der hohen technischen Innovationsgeschwindigkeit im gewerblich-technischen Bereich müssen neue oder geänderte Inhalte kostengünstig und ohne großen medientechnischen Aufwand nachgepflegt oder ergänzt werden können.
- Die Lernsoftware muss an die spezifischen Bedingen des jeweiligen Lernorts, insbesondere hinsichtlich der technischen Ausstattung, angepasst werden können.
- Die Lernsoftware sollte so offen gestaltet sein, das Ausbilder, Lehrer und Auszubildende individuelle Anpassungen vornehmen und auch zusätzliche Materialien einpflegen können.
Mit dem Ansatz des Rapid-E-Learning können diese Anforderungen aufgegriffen werden.
Rapid-E-Learning-Anwendungen...
- ... können schnell kostengünstig erstellt werden,
- ... erfordern eine geringe Einarbeitungszeit für den Autor,
- ... gewähren dem Anwender einen einfachen Zugang,
- ... können multimediale und interaktive Elemente aufnehmen.
Wegen des hohen Verbreitungsgrades, der einfachen Bedienung und der weit reichenden Möglichkeiten zur Gestaltung, Medieneinbindung und Verlinkung werden Rapid-E-Learning-Lernprogramme oftmals mit MS-PowerPoint umgesetzt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Ausbilder und Lehrer oft auf einen großen Fundus von Folien zurückgreifen können, die sie im Laufe ihrer Tätigkeit angefertigt haben. Technische Beschreibungen, Diagramme, Erläuterungen usw. liegen damit bereits in elektronischer Form vor und können dementsprechend unkompliziert ausgetauscht bzw. eingefügt werden.
Die Lernsoftware Kompetenzwerkst@tt-Elektrohandwerk wurde nach dem Ansatz des Rapid-E-Learning konzipiert und weist folgenden Aufbau auf: Sie besteht aus 12 Modulen, die sich an den berufstypischen Handlungsfeldern des Elektronikers für Energie- und Gebäudetechnik orientieren. Die einzelnen Softwaremodule haben folgenden Aufbau:

Jedes Modul hat eine eigene Startseite, auf der der Titel dargestellt ist, sowie die zugehörigen Ordnungsmittel verlinkt sind.
In der Arbeitsprozessvisualisierung wird ein für dieses Handlungsfeld typischer Arbeitsprozess als Video angeboten.
Der Infopool enthält die Informationen zum Handlungsfeld.
Der Bereich Material enthält Hinweise auf weiterführende Links, vertiefende Literatur etc.
Es werden Lern- und Arbeitsaufgaben für die betriebliche, überbetriebliche und berufsschulische Ausbildung angeboten.
Das Ausbildungsportfolio ermöglicht die Dokumentation und Reflexion des gesamten Ausbildungsprozesses an den unterschiedlichen Lernorten.