Projekt-Kurzbeschreibung

In der Recycling- und Entsorgungsbranche sind in zunehmendem Umfang Dienstleistungen zu erbringen, die auf unterschiedlichem Niveau spezifische Kompetenzen verlangen. Mit dem zeitgleich wachsenden Personalbedarf bieten sich in diesem Sektor besonders für benachteiligte Jugendliche große berufliche Chancen und Perspektiven. Eine Schwierigkeit, die sich bei dieser Zielgruppe allerdings stellt, ist die zeit- und betreuungsaufwendige Theorievermittlung. Die Jugendlichen tun sich erfahrungsgemäß schwer mit klassischen schulischen Lehrkonzepten und weisen zudem ein extrem heterogenes Lernverhalten auf.

Mit der Kompetenzwerks@tt-Recycling wird dieses Problem aufgegriffen. Ziel ist es, mit Hilfe eines lernsoftwaregestützen Ausbildungskonzepts die allgemeine und berufliche Handlungskompetenz bei den Jugendlichen deutlich zu steigern und sie zu unterstützen, Qualifikationen zu erwerben, die sie in der Recycling-und Entsorgungsbranche nutzen können und die eine Grundlage für eine Ausbildung bilden.

Prinzipiell lässt sich das Konzept mit dem Satz „Vom empirischen Sektor zur konkreten Lernsituation“ charakterisieren. Den Dreh- und Angelpunkt des Ansatzes bilden „Berufliche Handlungsfelder“ und die sich in ihnen widerspiegelnden Arbeitsaufgaben und Arbeitsprozesse. Die Handlungsfelder werden über Arbeitsprozessstudien und eine didaktische Analyse ihres Lernpotenzials für Jugendliche in der Berufsvorbereitung so aufbereitet, dass sich „Lernfelder“ ergeben. Diese bieten lernhaltige und kompetenz­fördernde Anknüpfungspunkte für die Gestaltung konkreter Lernsituationen. Seine spezifische Note erhält das Konzept durch den Einsatz der im Projekt entwickelten Lern­software als ein die klassischen Lernumgebungen „Schule“ und „Betrieb“ integrierendes, ergänzendes oder substituierendes Element.